Tomaž Svete

Tomaž Svete, geboren am 29. Januar 1956 in Ljubljana, wuchs bis zu seinem fünften Lebensjahr in einem Dorf südlich der Hauptstadt Sloweniens auf. Sein Vater war ein angesehener Jurist und galt in seiner Jugend als talentierter Dichter; die Mutter arbeitete als Schneiderin. Seine frühe Kindheit in unmittelbarer Nähe zu idyllischer Natur und bodenständigen Menschen behielt Svete als Zeit in Erinnerung, die sich auf sein Leben prägend ausgewirkt habe. Als Grundschüler in Ljubljana entdeckte er sein literarisches Interesse und begeisterte seine Umgebung durch den öffentlichen Vortrag von Liedern. Neunjährig begann er (in Anlehnung an Aleksandr Puškin) Poesie zu schreiben, und ein Jahr darauf kamen ihm erste kompositorische Einfälle. Musikalische Erfahrungen sammelte er v.a. am Radio, beim Hören von Schallplatten sowie durch intensives Klavierspiel.

Nach dem Abitur wandte er sich dem Studium der Musikwissenschaft an der Philosophischen Fakultät der Universität in Ljubljana zu, wechselte aber schon 1976 an die Akademie für Musik zur Kompositionsklasse von Dane Škerl (Diplom 1980) und zu einer Ausbildung als Dirigent bei Anton Nanut (Diplom 1983). Besondere Bedeutung für die Entwicklung seiner Persönlichkeit und seines künstlerischen Schaffens hatte die Begegnung mit Witold Lutosławski während eines Kompositionskurses 1977. Ab 1983 vervollständigte Svete seine bisherigen Erfahrungen an der Universität ...